Warum aus dem Staubsauger ein Saubstauger wurde

Vorgestern noch prahlte ich damit, dass ich mich in diverse technischen Geräte einfuddeln könne – also auch ins Einrichten eines neuen Telefons, Computers oder Deaktivieren eines Atomkraftwerks.

Dann wurde mein Staubsauger geliefert.

Reglos hockte ich auf dem Boden.
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Eltern sein, ist nicht schwer- ein Schüler-Abo dagegen sehr

Collage: Su Purol - Ars TexTrendi

Collage: Su Purol – Ars TexTrendi

Wer hier in Berlin ein Abo für eine Schülermonatskarte abschließen oder ändern will, hat nicht wirklich viel zu tun. Nur ein paar Handgriffe. Quasi lächerlich wenig. Und zwar dies:

1. zu einem Infostand in der Nähe fahren (20 bis 50 Minuten, je nach Wohnort)

2. sich anstellen (fünf bis 60 Minuten, je nach Andrang)

3. sich einen Antrag aushändigen lassen (eine Seite mit Miniaturkästchen zum Ausfüllen und der Aufforderung, bitte deutlich zu schreiben) Weiterlesen

Knapp daneben ist auch vorbei

thanks to splitshire.com

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Es gibt da diese neue, sommerlich angehauchte Werbung von Heiß & Männlich, wo auf einem leicht überdimensionierten Plakat ein blondgelockter Jüngling zum Kauf von wüsten Safari-Shorts in dezentem Sandbeige animieren soll.

Er schaut dir direkt in die Augen und du denkst:

Weil dir nicht wirklich einfällt, was du denken sollst, versuchst du es noch einmal: „Wow, der sieht ja …“ Weiterlesen

Die Hüter der Macht oder: was passiert, wenn ich mich verlaufe

Collage: Su Purol (Ars Textrendi) thanks to pixabay.com

Collage:
Su Purol (Ars Textrendi)
thanks to pixabay.com

Mein Liebster fragte mich am Hörer, ob ich nicht Lust hätte, an dem 5-km-Staffellauf der Berliner Wasserbetriebe im Tiergarten teilzunehmen. Um mich von meiner spontanen Seite zu zeigen, flötete ich begeistert: „Klar.“

Was ich nach dem Auflegen spontan bereute.

1. Ich kannte die Staffelgruppe, in der ich laufen sollte, nicht. Und neige zum fremdeln. Weiterlesen

Damit Sie morgen noch kraftvoll zuweißen können

Collage: Su Purol (Ars TexTrendi) Thanks to  pixabay and gratisography.com

Collage:
Su Purol (Ars TexTrendi)
Thanks to
pixabay and gratisography.com.

Neulich in der Drogerie: Reglos stehe ich vor dem Zahnzubehör-Regal. Ich brauche Zahnpasta. Mein Blick ist an den Weiß-weißer-am-obersten-Weißesten-Produkten hängen geblieben. Ich habe die Wahl zwischen Sensationell-Weiß, Turbo-Weiß, Darker White, Lawinen-Weiß, Hyper-Weiß, Giga-Weiß, White for Presidents; Weiß für Raucher, Trinker und andere Außerirdische, Anti-Black-White … ich fühle mich überfordert. Weiterlesen

Kinn-lade ‚runter

Eben im Café. Warte auf einen Kunden. Zwei Frauen nehmen Platz am Nebentisch.

Collage: Su Purol (Ars TexTrendi)

Collage:
Su Purol (Ars TexTrendi)

Die Eine (ganz spontan): „Also, ick lade dit von meinem Handy hier runter uff dit rüber. Dann lade ick dit von dem auf dit runter.“

Pause. Sie denkt nach, das kann man sehen. Die Andere sitzt in offener, ja gespannter Haltung ihr gegenüber.

Es geht weiter: “ Und wenn wa dann bei dir zuhause sind, lade ick dit wieder von dem andern auf dit rüber.“

Kurzes Nachdenken ihrer Freundin/Bekannten/man weiß es nicht.

Sie (die Freundin/Bekannte/man weiß es nicht) stellt die allumfassende Frage:

“ Ach. Aber dit jeht nich‘, dasde dit von dem runterladen tust?“

Das wäre jetzt auch meine Frage gewesen. Und nu bin icke jespannt. Uff dit Antwort.

Die kommt auch prompt: “ Nee. Dit jeht jetzte nich.“

Schade. Wäre dit jetzte jegangen, hätt ick mir abba so ‚was von jefreut.

Meine kriminelle Mutter

Collage:  Su Purol (Ars TexTrendi)

Collage:
Su Purol (Ars TexTrendi)

 

…. bekommt einen Anruf der Telefonnummer 0010.

„Hier spricht die Polizei. Sind Sie Frau DPM und fast 70 Jahre alt?“

Bevor sie antworten kann: „Hier spricht die Polizei.“ Manches muss mit Nachdruck gesagt werden.

„Ihr Festnetzanschluss wird seit Monaten überwacht.“

„Aus welchem Grund?“

„Wegen obszöner Anrufe …“ (man beachte den Genitiv.)

„Die ich bekomme??? Oder mache???“ Weiterlesen