Eltern sein, ist nicht schwer- ein Schüler-Abo dagegen sehr

Collage: Su Purol - Ars TexTrendi

Collage: Su Purol – Ars TexTrendi

Wer hier in Berlin ein Abo für eine Schülermonatskarte abschließen oder ändern will, hat nicht wirklich viel zu tun. Nur ein paar Handgriffe. Quasi lächerlich wenig. Und zwar dies:

1. zu einem Infostand in der Nähe fahren (20 bis 50 Minuten, je nach Wohnort)

2. sich anstellen (fünf bis 60 Minuten, je nach Andrang)

3. sich einen Antrag aushändigen lassen (eine Seite mit Miniaturkästchen zum Ausfüllen und der Aufforderung, bitte deutlich zu schreiben) Weiterlesen

Die Hüter der Macht oder: was passiert, wenn ich mich verlaufe

Collage: Su Purol (Ars Textrendi) thanks to pixabay.com

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Su Purol (Ars Textrendi)
thanks to pixabay.com

Mein Liebster fragte mich am Hörer, ob ich nicht Lust hätte, an dem 5-km-Staffellauf der Berliner Wasserbetriebe im Tiergarten teilzunehmen. Um mich von meiner spontanen Seite zu zeigen, flötete ich begeistert: „Klar.“

Was ich nach dem Auflegen spontan bereute.

1. Ich kannte die Staffelgruppe, in der ich laufen sollte, nicht. Und neige zum fremdeln. Weiterlesen

Meine kriminelle Mutter

Collage:  Su Purol (Ars TexTrendi)

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Su Purol (Ars TexTrendi)

 

…. bekommt einen Anruf der Telefonnummer 0010.

„Hier spricht die Polizei. Sind Sie Frau DPM und fast 70 Jahre alt?“

Bevor sie antworten kann: „Hier spricht die Polizei.“ Manches muss mit Nachdruck gesagt werden.

„Ihr Festnetzanschluss wird seit Monaten überwacht.“

„Aus welchem Grund?“

„Wegen obszöner Anrufe …“ (man beachte den Genitiv.)

„Die ich bekomme??? Oder mache???“ Weiterlesen

Ordnung ist ein nervig Leben

thanks to  Peter van der Sluijs via Wikimedia Commons Collage:  Su Purol (Ars TexTrendi)

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Peter van der Sluijs via Wikimedia Commons
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Su Purol (Ars TexTrendi)

 

Eben beim Laufen im grünen, natürlichen Wald höre ich das natürlich vollkommene Geräusch eines … Weiterlesen

Und montags grüßt das U-Bahn-Tier

Foto und Collage:  Su Purol (Ars TexTrendi)

Foto und Collage:
Su Purol (Ars TexTrendi)

 

Montag morgen, ich begleite meinen Sohn zur Schule. Heute muß er etwas früher dort sein wegen einer Probe. Wir sind gut in der Zeit und kommen um 07.20 Uhr am U-Bahnsteig Rohrdamm an, fahren die Rolltreppe hinunter unter und erblicken das Display, berlinerverkehrsbetriebisch called „Daisy“, das uns freundlich, aber bestimmt ein: „Abfahrt in 12 Minuten“ zublinkt. Völlig aus dem BVG-Häuschen schnappen wir nach Luft, auf dem Bahnhof tummeln sich unzählige Schüler, die nun ebenfalls zu spät kommen werden ….was ist hier los? Weiterlesen

Odyssee der stressigen Entspannung

Collage: Su Purol (Ars TexTrendi)

Collage: Su Purol (Ars TexTrendi)

Frau Flattermann fühlte sich wie ein Flitzebogen kurz vorm Abflug: bis zum Zerreißen gespannt. Da sie es leid war, im Sechseck zu hopsen (das sah auch ganz schön doof aus auf Dauer), suchte sie Abhilfe im Internet. Etwas ganz schnell Helfendes, bequem und zeitsparend zu Erlangendes sollte es sein.

Sie wurde fündig in Form eines Akupunkturstimulationsstiftes, der ihre genervten Nerven in den nötigen Ruhemodus versetzen sollte.

Aber erstens kommt es anders. Und zweitens, als man bestellt. Hier Frau Flattermanns Aufzeichnungen: Weiterlesen

Abiss – Abgrund des Bügelns

Collage: Su Purol (Ars TexTrendi)

Collage: Su Purol

Dieser Moment

in dem du nach gefühlten 19.986 Bahnen mit dem Bügeleisen über deine Bluse geglitten bist, vor und zurück, von schief nach schräg in jeden Winkel, zwischen die Knöpfe, vorne und hinten über den Kragen, noch dieses und jenes Fältchen unter den Achseln, hier und da ein bisschen den Sprühknopf drücken (aber nicht zu dolle) …

dieser eine Moment

in dem du erleichtert denkst: „Jetzt ist sie aber so ‚was von glatt“, die hochkonzentrierte Spannung schlagartig abfällt und du für den Feinschliff noch einmal über den Stoff fährst …

das ist der Moment

in dem der Stoff verrutscht und du eine bis fünf Falten ‚reinbügelst, die niemals da gewesen waren und dich ins Bügeleisen beißen lassen.