Kinn-lade ‚runter

Eben im Café. Warte auf einen Kunden. Zwei Frauen nehmen Platz am Nebentisch.

Collage: Su Purol (Ars TexTrendi)

Collage:
Su Purol (Ars TexTrendi)

Die Eine (ganz spontan): „Also, ick lade dit von meinem Handy hier runter uff dit rüber. Dann lade ick dit von dem auf dit runter.“

Pause. Sie denkt nach, das kann man sehen. Die Andere sitzt in offener, ja gespannter Haltung ihr gegenüber.

Es geht weiter: “ Und wenn wa dann bei dir zuhause sind, lade ick dit wieder von dem andern auf dit rüber.“

Kurzes Nachdenken ihrer Freundin/Bekannten/man weiß es nicht.

Sie (die Freundin/Bekannte/man weiß es nicht) stellt die allumfassende Frage:

“ Ach. Aber dit jeht nich‘, dasde dit von dem runterladen tust?“

Das wäre jetzt auch meine Frage gewesen. Und nu bin icke jespannt. Uff dit Antwort.

Die kommt auch prompt: “ Nee. Dit jeht jetzte nich.“

Schade. Wäre dit jetzte jegangen, hätt ick mir abba so ‚was von jefreut.

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Odyssee der stressigen Entspannung

Collage: Su Purol (Ars TexTrendi)

Collage: Su Purol (Ars TexTrendi)

Frau Flattermann fühlte sich wie ein Flitzebogen kurz vorm Abflug: bis zum Zerreißen gespannt. Da sie es leid war, im Sechseck zu hopsen (das sah auch ganz schön doof aus auf Dauer), suchte sie Abhilfe im Internet. Etwas ganz schnell Helfendes, bequem und zeitsparend zu Erlangendes sollte es sein.

Sie wurde fündig in Form eines Akupunkturstimulationsstiftes, der ihre genervten Nerven in den nötigen Ruhemodus versetzen sollte.

Aber erstens kommt es anders. Und zweitens, als man bestellt. Hier Frau Flattermanns Aufzeichnungen: Weiterlesen

Chapter Chapta

Chapta Es gibt ja Dinge in unserem Leben, die plötzlich urknallmäßig auftauchen. Die wir nutzen müssen, ob wir wollen oder nicht. Regelmäßige Fahrpreiserhöhungen der BVG zum Beispiel. Bei fahrplanmäßigen Aussetzern. Und Außensitzern. Alles wehrt sich in uns dagegen. Weil wir es nicht verstehen. Wie die 10 Euro pro Quartal beim Doktor, die uns mit plausiblen Gründen aufgedrückt werden, um dann mit nicht weniger plausiblen Gründen ganz plötzlich, quasi aus dem netten Hinterhalt, wieder zu unserer Entlastung wegfällen. Schön. Sozusagen.

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Tausendundeine Vorlage

animal-17474_1280Freunden gebe ich ja gerne mal ein Küsschen. Und tue ihnen einen Gefallen. Für meine mir persönlich ans Herz gerutschten Lieblings-Rock ’n Roller gilt dasselbe, Das mit dem Gefallen.

So sah ich mich neulich vor die Aufgabe gestellt, die aus heiterem Himmel von schief nach schräg aus dem Drucker kommenden CD-Etiketten der Band wieder ins rechte Format zu rücken.

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