Von ganzen und halben Berlinern

Eben beim Bäcker:

Die Kundin vor mir bestellte: „Zwei ganze Pfannkuchen, bitte.“

Das inspirierte mich und ich bat im Anschluss direkt um zwei halbe Pfannkuchen.

„Halbe jibs nich“, war die niederschmetternde Antwort.

Ich fühlte mich zurückgesetzt, benachteiltigt und ausgesprochen ungerecht behandelt.

So überlegte ich, die Verkäuferin in ein Diskussion zu verwickeln.

Ich beruhigte mich halbwegs und sagte – meine Empörung jedoch nicht ganz verstecken könnend – es gäbe ja auch halbe Brote, halbe Hähnchen, halbe Stunden, Pfanni halb und halb. Auch in einer Kneipe könne man schließlich zwei Halbe bestellen.

Sie erwiderte: „Ick mache keene halbn Sachn.“

Das beeindruckte mich total. Diese überzeugte Haltung wollte und konnte ich nur unterstützen. Also gab ich klein bei und kaufte einen ganzen Pfannkuchen.

Den ich Zuhause in zwei Hälften schnitt. Nun fühle ich mich halb diplomatisch, halb verwegen. Und zu 100 Prozent: ätsch.

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