Ordnung ist ein nervig Leben

thanks to  Peter van der Sluijs via Wikimedia Commons Collage:  Su Purol (Ars TexTrendi)

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Peter van der Sluijs via Wikimedia Commons
Collage:
Su Purol (Ars TexTrendi)

 

Eben beim Laufen im grünen, natürlichen Wald höre ich das natürlich vollkommene Geräusch eines …

Motors.

Mit dem Temperament einer Wanderdüne nähert sich mir von hinten

ein Wagen des Ordnungsamtes.

Er gelangt gemächlich auf meine Höhe. Mein irritiertes Erfassen der Situation  ist blitzschnell: Ordnungsfrau und Ordnungsfahrer gucken mich prüfend und durchdringend an. Ich gucke prüfend und schnaufend zurück.

Unnachgiebig hält das geordnete Pärchen meine Geschwindigkeit (zugegeben, nicht einfach ) …

Ich überlege kurz

… ob ich aus irgendeinem Grunde ein schlechtes Gewissen habe. Und entscheide mich dagegen.

Die Melodie „Spiel mir das Lied des Verstoßes“ überlagert dezent, aber merklich sämtliches Vogelgezwitscher. Und „High way to hell“ aus meinem MP3-Player.

Stur

… bleibe ich  bei meiner Entscheidung der kompletten Unschuld. Und spüre eine greifbar enttäuschte Aura auf und in dem Wagen. Der kurz danach an mir vorbeizieht.

Die ich dann etwa zwei Kilometer noch vor mir genießen darf. Weil ich mich nicht wie ein Äffchen durch die Bäume hangeln will, muss ich der Ordnung folgen. Und den Abgasen.

Ich bin sehr verstimmt.

Die beiden Ordnungshüter bestimmt ebenso. So ohne Opfer ist schon blöd.

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2 Kommentare zu “Ordnung ist ein nervig Leben

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