Chapter Chapta

Chapta Es gibt ja Dinge in unserem Leben, die plötzlich urknallmäßig auftauchen. Die wir nutzen müssen, ob wir wollen oder nicht. Regelmäßige Fahrpreiserhöhungen der BVG zum Beispiel. Bei fahrplanmäßigen Aussetzern. Und Außensitzern. Alles wehrt sich in uns dagegen. Weil wir es nicht verstehen. Wie die 10 Euro pro Quartal beim Doktor, die uns mit plausiblen Gründen aufgedrückt werden, um dann mit nicht weniger plausiblen Gründen ganz plötzlich, quasi aus dem netten Hinterhalt, wieder zu unserer Entlastung wegfällen. Schön. Sozusagen.


Dazu gehört auch das sogenannte Chapta. Laut Susipedia „Unnötige und teilweise kaum zu bewältigende Herausforderung an das menschliche Auge, sich als humanes Wesen bei Internet-Verifizierungen zu outen.“
In der Realität sieht das dann so aus: Eine BuchstabenzahlenGrAndE FxxJjjxLfolge erscheint, die wir als Nutzer dann bitte schön naturgetreu und abbildgerecht wiederzugeben haben. In Miniaturausgabe für das geübte Auge.

Klar können wir zoomen, das ändert aber nix an der deutlich verzerrten Wiedergabe, die einem Graphik-Designer das Genick brechen würde. Mit jedem Zoomfaktor klebt die Nase dann näher an dem Bildschirm…ist das jetzt ein A oder O oder ein neu erfundener Buchstabe, von dem wir noch nix wissen? Aber es wissen sollten? Oder ein was auch immer? Das Hirn raucht. Die (An)Spannung steigt.

„Wer wird Buchstabe?“ wäre dann die neue Show. Bitte unter meiner Moderation.

Maaanchmal ergibt das ganze ja sogar einen Sinn. Da lesen wir als erstes und empfinden als annähernd bekannt zum Beispiel: „fundamental“. Unser Verständnis freut sich: „Das Wort kenne ich/kann ich einordnen/ist mir nicht fremd (Dank an Thies Thiessen an dieser Stelle).

Aber dann.. Es folgt ein: „wogflapididöplum“. Der bis dato noch voll funktionierende Verstand setzt sich hin und streikt mit einem trotzigen: „Nö.“

Eine solche BuchstabenzahlenGrAndEFxxJjjxLfolge ist ja auch dermaßen eng zusammen geschrieben, dass man um Platzangst des Verfassers und generell um seine eigene und die psychische Verfassung fürchtet. Hätten wir das Ziel, die Buchindustrie zu ruinieren, wäre das ein sicherer Weg dorthin.

Begleitet wird die/der/das ChaptaChrGfdrYXX (ich muss immer an Chappi denken, wobei der Hund in der Werbung wesentlich begeisterter scheint als der am Bildschirm klebenden Nutzer) dann gerne von demjenigen, der sich der GhKllÖÖÖÖ-Äh-Aufgabe widmet, weil er ja nicht anders kann, von einem:

VerfluchtenHJklihoklömhnz.

Und jetzt bitte alle.

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